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Neue BerufsfelderMit der vierten industriellen Revolution wird die Digitalisierung in allen Lebens- bereichen verstanden. Die Roboter der Zukunft kommen nicht, sie sind längst da. Vom selbstfahrenden Staubsauger über das „Smart-Home, das per App einfache Haushaltsgeräte uvm. bedient, entstehen immer mehr automatisierte Tätigkeit- en. Während die Entwicklungen für den privaten Nutzer viele Vorteile bringen, kommen damit auch große Veränderun- gen auf den Arbeitsmarkt zu.Neben manuellen Tätigkeiten, die bish- er bereits durch das Fließband und die Dampfmaschine Muskelkraft und Rou- tinetätigkeiten ersetzt haben, werden in der Industrie 4.0 auch vermehrt geistige Fähigkeiten übernommen werden.In der Folge werden personenbezogene Dienstleistungen sowie IT-Skills in einerdigitalen Welt immer wichtiger. Für uns als Junge ÖVP ist klar, dass ein Roboter niemals die Beziehung zwischen Men- schen ersetzen kann. Durch die steigende Technologisierung werden sich Berufs- felder weiter verändern. Daher sehen wir die Notwendigkeit arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte zu setzten, damit unter anderem soziale und digitale Kompeten- zen gefördert und die Qualifikationen an die Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Die Kompetenz- vermittlung muss in den Vordergrund gerückt werden. Soziale Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen müssen einen höheren Stellenwert erhalten. Fähigkeit- en, die unersetzlich sind, aber in einem wachstumsgetriebenen Industriezeitalt- er zu wenig wertgeschätzt werden.Ebenso werden durch den digitalen Wan- del neue, unbekannte Berufe entstehen und damit neue Innovationen hervorge-bracht. Dabei gilt es vor allem, die vor uns stehende Transformationsphase zu bedenken. Für die Generation 50+ sind technische Innovationen im Vergleich zu den „Digital Natives“ meist nur un- ter erhöhtem Aufwand zu beherrschen. Es fehlen ihnen vor allem die digitalen Fähigkeiten im zukünftigen Wandel. In diesem „digital Gap“ eröffnet sich eine neue Chance, neue Berufsfelder zu ent- decken. In Zukunft wird es insbesondere jüngere Generationen brauchen, um dig- itale Fähigkeiten an ältere Arbeiter zu vermitteln. Ebenso können Systeme ent- stehen, in denen ältere Arbeiter Jüngeren Erfahrungen vermitteln, die digital nicht lernbar sind. Die damit entstehenden Mentoren können so Erfahrungen gener- ationenübergreifend vermitteln.Forderungen der Jungen ÖVP:• Förderung sozialer Kompetenz am Arbeitsmarkt• Schärfung der IT-Skills zur Stärkung berufsübergreifender Fähigkeiten zur Steigerung der Flexibilitätam Arbeitsmarkt• Anpassung der Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitssuchenden an die Anforderungen derDigitalisierung• Stellenwert der Kompetenzvermittlung anheben• Unterstützung von Mentorenberufen zur Förderung des Erfahrungsaustauschs über Generationenhinweg


































































































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