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Digitaler UnterrichtUnser Schulsystem ist standardisiert und vereinheitlicht. Es bietet keine Spiel- räume für Veränderung, Autonomie und Flexibilität. Der Unterricht wird in 50 Minuten Einheiten abgehalten, Klassen- größen sind vorgegeben, Klassen nach Alter eingeteilt und Unterrichtsmaterial und Lernsysteme Großteils einheitlich. Unser Bildungssystem orientiert sich lei- der zu oft am Mittelmaß. Die Digitalisi- erung ermöglicht es den Herausforderun- gen unserer Zeit Herr zu werden.Die Digitalisierung und die Einbindung el- ektronischer Medien darf auch im Unter- richt nicht Halt machen. Eine Non-Prof- it-Organisation mit dem Namen „New Classroom“ erprobt in New York an der „David A. Boody“ Schule individuelles Lernen und nutzt dabei das Potenzial der digitalen Medien.Es wird in offener Lernumgebung ohne Wände an individuellen Lernprogram- men, die je nach Lernfortschritten über Nacht aktualisiert werden, gearbeitet. Der Lehrer steht ihnen zur Seite, nicht zur Wissensvermittlung, sondern zu Betreuung und Unterstützung. Das Lernprogramm überwacht den Lern- fortschritt und erarbeitet so angepasste Aufgaben für den nächsten Tag. Lern- software schaffen neue Möglichkeitender individuellen Förderungen. Weiter- bildung kann nach dem eigenen Tem- po des Schülers gestaltet werden. Durch gezieltes Monitoring kann der Fortschritt der Schüler gemessen werden und so im Bedarfsfall auf Schwächen reagieren zu können. Am Beispiel der „David A. Boo- dy“-Schule erkennt man das Potenzial, da sich die Schüler im Mathematikunter- richt um 20 Prozent verbesserten, als des landesweiten Durchschnitt.Darüber hinaus braucht es auch eine Schule der Zukunft die sich an die Gege- benheiten der Zeit anpasst. Mittler- weile verwendet jede Schülerin und jeder Schüler elektronische Geräte wie Mobiltelefone, Tablets o.Ä. im Alltag. Diese können im Schulbetrieb ebenso verwendet werden. Nach dem Konzept „Bring your own device“ verwenden Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Geräte im Unterricht. Für Gruppenarbe- iten oder Recherchen würden sie jeder- zeit zur Verfügung stehen. Ebenso sollte der Unterricht auch fächerübergreifend stattfinden.Forderungen der Jungen ÖVP:• Auflösung von Schulklassen und Einführung von betreuten Lerngruppen nach dem Vorbild von „New Classrooms“ als Schulversuch• Lernsoftware zur individualisierten Bildung• Konzepte wie BYOD (Bring your own device) im Unterricht eingliedern• Fächerübergreifender Unterricht, um vernetztes Denken zu ermöglichen


































































































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